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Ihr Reiseführer für Mallorca

La Seu - Die Kathedrale


Das Wahrzeichen einer Insel

Mallorcas Wahrzeichen – die gotische Kirche La Seu in der Hauptstadt Palma – ist eine der vier schönsten Kirchen der Welt. Auf 6.600 qm Fläche können bis zu 18.000 Gläubige der Messe zuhören und in der sagenhaften Akustik den Orgelklängen lauschen.

Als Jaume I. im 13. Jahrhundert die Insel von der 400 Jahre andauernden Herrschaft der Mauren befreite, beschloss er, aus Dankbarkeit eine Kirche zu errichten – auf den Grundfesten der ursprünglichen größten Moschee der Insel. So wurde 1229 der erste Stein für die neue Kirche gelegt und ein Jahrhunderte langer Bau begann, an dem bis zu über 10 Generationen mitwirken sollten.

 

Tausende von Arbeitern schleppten mühsam große Steinquader mit Hilfe von Eselskarren nach Palma und hievten diese dann mit Hilfe von Flaschenzügen und Holzgerüsten einen nach dem anderen auf einander, so dass langsam die Kirche entstand.

 

 

 


Zunächst wurde die Ostseite errichtet mit dem Chor, danach erst die West- und Nordseite mit der nach Westen liegenden Puerta de Almudaìna, das beeindruckende Hauptportal. Ganz zuletzt kam dann die Südseite mit den Türmen und Stützpfeilern zum Bau, wo sich das Portal el Mirador mit 15 m Höhe befindet, welches heute jedoch verschlossen bleibt. Am 29. Juli 1587 wurde der letzte Stein eingefügt und somit fast 400 Jahr nach Beginn des Baus fertig gestellt.


Ein Erdbeben sollte die Kirche um 1851 jedoch noch einmal stark beschädigen Die Renovierungsarbeiten wurden im neugothischen Stil gemacht, was der Kirche die Strenge des Ursprünglichen nahm. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Antoni Gaudì damit beauftragt, den eigentlichen gothischen Stil wieder in das Kirchenbild zu bringen und so ließ er zum Beispiel den neuen Altar entfernen und den ursprünglichen wieder herrichten.

 

Doch lassen sich die Jahrhunderte mit ihren verschiedenen Stilrichtungen nicht verleugnen und so findet man Elemente aus der Renaissance genauso wie aus dem Barock, der Spätgothik, dem Plateresker Stil und Manierismus sowie aus der Neoklassik.


Mit einer Länge von 122 m, einer Breite von 33 m und einer Höhe bis zu 44 m beeindruckt sie nicht nur denjenigen, der vor oder in ihr steht, sondern sie ist auch schon von Ferne zu sehen, vom Meer sowie von Land aus.

 

 



Betritt man heute das riesige Kirchenschiff mit den hohen schlanken Stützsäulen und den schön verzierten Deckengewölben in 22 m Höhe, wird man gefangen von dem Spiel von Licht und Schatten. Die hohen Fensteröffnungen sind verziert mit wunderbaren Buntglasbildern und die 2 Rosetten auf der Ost- und Westseite haben zu einer bestimmten Tageszeit gleichzeitigen Sonneneinfall. Das östliche Rosettenfenster hat einen Durchmesser von fast 12 m, das sind 100 qm buntes Glas, das die Kirche in ein ebenso buntes farbenfrohes Licht taucht. Es ist das größte der Welt.

Am besten ist es, wenn man die Kirche schon morgens besucht. Die Sonne scheint durch das große Rosettenfenster in das Kircheninnere und gibt ihr einen mystischen Anblick. Die Orgel wurde von dem Mallorquiner Miguel Tomàs geschaffen Ende des 18. Jahrhunderts und gibt einen wunderbaren Klag in dem Kirchenschiff. Im Erdgeschoss des Glockenturms und in zwei weiteren Kapitelsälen gibt es ein Museum der Kathedrale, was man sich ansehen kann.

Die Kathedrale La Seu von Palma gehört einfach zu einem Besuch auf der Insel.

 

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