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Ihr Reiseführer für Mallorca

Perlen und Höhlen - Perlenherstellung


Manacor ist einer der interessantesten Ausflüge in Mallorca, in doppelter Hinsicht. Denn zum einen kann man hier wundervolle Perlen sehen und zum anderen sich in Tropfsteinhöhlen von Stalagtiten und Stalagmiten verzaubern lassen.

Die Fahrt geht über flaches Land, durch Felder und entlang schmalen Straßen eingerahmt von Steinmauern zunächst nach Manacor

 

 

 

 

Die Stadt Manacor liegt ca. 50 km östlich von der Hauptstadt Palma, sie ist die zweitgrößte der Insel und war schon in der Antike von Bedeutung. Sie wurde zur Talayot-Zeit gegründet, doch der Ursprung des Namens „Hand auf dem Herzen“ ist noch unergründet.


Heute ist die Hafenstadt bekannt durch die Herstellung der Majorica-Perlen. Sie ähneln den so genannten echten Perlen und haben den selben Glanz. Doch das Herstellungsverfahren ist ein vollkommen anderes. Während die echten aus einem mit Perlmutt umschlossenen Sandkorn entstehen direkt in den Muscheln, werden hier die Perlen mühselig in Handarbeit geschaffen.

 

Auf einem kleinen Kunststoffkern werden Schicht für Schicht Fischschuppenessenzen aufgezogen, später von Hand einzeln poliert und zu wunderbaren Schmuckstücken verarbeitet. Durch dazugaben von Farbpigmenten erreicht man die schönsten Farbkombinationen von zartem grün, zu rosa, blau und dunkelgrau. Sie haben den selben Tragekomfort wie echte Perlen, sind aber wesentlich widerstandsfähiger.


In den Fabriken, die angefahren werden bei diesem Ausflug, kann man den einzelnen Arbeitsschritten zusehen und danach die schönen Colliers, Armbänder oder Ohrringe in Gold- und Silberarbeiten bewundern und auch eventuell kaufen. Sie werden jeweils mit einem Echtheitszertifikat gegeben, damit man weiß, dass man echte Majorika-Perlen ersteigert hat.

Nicht weit entfernt von Manacor liegt der kleine Ort Porto Cristo. Der kleine Hafen, die schöne Promenade und der Ortskern sind sehr reizvoll, doch die eigentliche Attraktion sind die Tropfsteinhöhlen El Hams und Covas del Drac. Letztere ist die größere, hat einen unterirdischen See und wunderbare Stalagmiten und Stalagtitenformationen, die mit einem ausgeklügelten Lichtersystem wunderbar beleuchtet werden.


Das Höhlensystem war schon Piraten und Templern bekannt, denn, so vermutet man, sie haben hier ihre Schätze versteckt und sie dem Schutze eines Drachen überlassen, der tief im Innern der Höhle lebte. Erst 1338 wurden sie jedoch erforscht und nach dem sagenhaften Templer-Schatz gesucht. Er wurde jedoch nie gefunden.

 

1878 erforschte neuerlich der deutsche Speläoge Will das Höhleninnere. 8 Jahre später entdeckte der Franzose Martel den See, der nach ihm benannt wurde. Doch wurde sie erst Anfang des 20. Jahrhunderts durch Privatbesitz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1953 wurden hier Funde aus der Bronzezeit, der punischen, römischen und arabischen Zeit gemacht, woraus man schließen kann, dass sie bereits zu deren Zeiten genutzt wurden.

 

 

 


In den Covas del Drac befindet sich der größte unterirdische See in Europa, der Llac Martel, mit mehr als 170 m Länge, 40 m Breite, mit einer Tiefe bis zu 9 m und einer konstanten Temperatur von 20°C. Wie in einem Theater gibt es hier Sitzplätze für über 1.000 Zuhörer, auf denen man gemütlich nicht nur einer außergewöhnlichen Akustik klassischen Konzerten lauschen sondern auch gleichzeitig einem schönen Lichterspiel auf dem Wasser folgen kann. Es werden auch kleine Bootstouren angeboten, die einen über einen smaragdfarbenen See gleiten lassen bei lauschiger Musik.

Von den Schönheiten der Perlen zu den Schönheiten der unterirdischen Natur – beide sind sie ein unvergeßliches Erlebnis.

 

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