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Empfehlungen zu Haarausfall und Haartransplantation

 

Möglichkeiten und Methoden einer Haartransplantation
Genetisch oder hormonell bedingter Haarausfall, der meist in Form von Geheimratsecken, leicht kahlen Stellen oder in schweren Fällen als Glatze sichtbar ist, bereitet den Betroffenen oft Minderwertigkeitskomplexe und große Probleme mit ihrem Aussehen.
Die moderne plastische Chirurgie kann diesen Problemen durch eine Haartransplantation Abhilfe verschaffen. Bevor man sich jedoch zu einem solchen Eingriff entschließt, ist es wichtig sich genauestens über die verschiedenen Möglichkeiten und Methoden einer Haartransplantation und eventuelle Alternativen zur Linderung von Haarausfall zu informieren.
Fakt ist, dass die Methode der Eigenhaartransplantation mit einer Erfolgsquote von 95 % die sicherste und am häufigsten angewendete Behandlung ist. Von einer Haartransplantation mit Fremd- oder Kunsthaar ist aufgrund des enormen Abstoßungsrisikos durch den Körper eher abzuraten. Auch medikamentöse Behandlungen oder das Setzen von Schnitten zur Entlastung der Kopfhaut und damit zur Förderung des Haarwuchses zeigen kaum Erfolge.
Die Eigenhaartransplantation läuft in Form einer zwei- bis sechsstündigen Operation unter örtlicher Betäubung ab und kostet je nach behandelter Fläche der Kopfhaut zwischen 1500 und 8000 Euro.
Im OP-Verlauf wird zunächst eine vorher exakt definierte Haarmenge am Hinterkopf entnommen, entweder in Form eines kleinen, länglichen Hautstreifens oder als einzelne Haarwurzelgruppen, die mittels eines kleinen Bohrers von der Kopfhaut gelöst werden. Letztere Methode beinhaltet jedoch ein größeres Risiko, dass die Haarwurzeln zerstört werden, die genetischen Informationen verloren gehen und damit das natürliche Wachstum nach der Haartransplantation nicht mehr stattfinden kann.
Nach der Entnahme des Haares wird dieses mittels eines Bildschirm-Mikroskopes präpariert und anschließend an den kahlen Stellen wieder eingepflanzt. Dazu werden mit einem Laser, kleinen Bohrern oder Stichinstrumenten Aufnahmeöffnungen geschaffen, worin das entnommene Haar gesetzt wird. Die genetischen Informationen der Hautstreifen bzw. Haarwurzelgruppen vom Hinterkopf übertragen sich auf die kahlen Stellen der Kopfhaut und initiieren so ein neues Wachstum.
Ist die Kopfhaut des Patienten im allgemeinen in einem guten Zustand und wurden die Haarwurzeln der Transplantate während des Eingriffes nicht zerstört, kann mit hundertprozentiger Sicherheit ein dauerhaftes Nachwachsen des Haares und die Vorbeugung gegen erneuten Haarausfall an den gleichen Stellen gewährleistet werden.
Generell ist eine Eigenhaarverpflanzung mit sehr geringen Risiken verbunden. Nach der Operation kann es zu kleineren Nachblutungen, Schwellungen und Kopfschmerzen kommen, die aber in der Regel nach wenigen Tagen wieder abklingen. Andere Komplikationen sind nur in seltenen Fällen aufgrund von allergischen Reaktionen auf die örtliche Betäubung oder durch eine nachlässige Wundversorgung mit daraus resultierenden Entzündungen bekannt.
Insgesamt gilt die Haartransplantation mit Echthaar in der plastischen Chirurgie als anerkannte und bewährte Behandlungsmethode mit hoher Erfolgsquote und wird daher von Schönheitschirurgen gern weiterempfohlen.

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